In Österreich hat gutes Essen und Trinken eine lange Tradition. Zuzeiten der K&K-Monarchie kamen vor allem Köchinnen und Haushälterinnen aus den ehemaligen Kronländern des Ostens, wie dem heutigen Tschechien, Polen, Slowakai und Ungarn, in die damalige Weltstadt Wien, um in den Herrschaftshäusern ihre Dienste anzubieten. Sie brachten viele Einflüsse aus ihrer Kochkultur mit, die noch heute die Basis für zahlreiche österreichsiche Mehlspeisen wie Strudel, Palatschinken oder Knödel bilden.

Die heutige österreichische Küche wurde von vielen Einflüssen geprägt, einerseits entwickelte sich eine gehobene Wiener Küche, in der man auf hochwertige Zutaten und exotische Gewürze Zugriff hatte. Andererseits gab es eine regionale Armenküche, wo man jene Zutaten verkochte, die Felder, Äcker und Ställe hergaben.

Dadurch haben sich viele regionale Spezialitäten abseits der berühmten Wiener Küche entwickelt. Heute kann man die traditionelle und ursprüngliche österreichische Küche vor allem in Gasthäusern genießen.

Österreich ist aber genauso ein Land der Spitzenköche und Spitzenrestaurants. Den höchsten Einfluss, wer zum Top-Lokal erkoren wird, hat der Gourmet Führer Gault&Millau, der mit ein bis vier Hauben – ähnlich dem System der Sterneküche des Restaurantführers Michelin – die allerbesten Speiselokale des Landes auszeichnet. Dabei haben im letzten Jahr in Österreich nur vier Restaurants, zwei davon in Wien, eines in Salzburg und eines in Tirol, die allerhöchste Auszeichnung von vier Hauben erlangt.

Österreich kann auch mit einer beeindruckenden Bar-Szene aufwarten. Gerade in der Bundeshauptstadt findet man zahlreiche Cocktailbars auf internationalem Standard, wenn auch in den letzten Jahren die Dachterrassen-Bars, die sogenannten Rooftop Bars, die sich, wie der Name schon sagt, oft auf dem obersten Stockwerk von Hotels wiederfinden, eine große Beliebtheit erlangten.